shared spaces in change

Ein Ausstellungsprojekt und eine partizipative Diskursplattform zum neuen Verständnis von Öffentlichkeit und urbanen Räumen, organisiert vom Kornhausforum Bern in Zusammenarbeit mit dem » Architekturforum Bern und der » Kommission Kunst im öffentlichen Raum (KiöR) Bern.

Im Herbst 2021 schauen wir zurück auf eine weltweite Veränderung gesellschaftlichen Zusammenlebens und blicken ebenso in die Zukunft: hat die Corona-Pandemie unser Verständnis von Öffentlichkeit verändert? Wie wollen und werden wir zukünftig zusammenleben? Wie verändern und stärken wir die Wahrnehmung, Aneigenbarkeit und Resilienz unserer öffentlichen Räume? Wo können anpassungsfähige Raumkonzepte und künstlerische Interventionen neues Bewusstsein und Qualität für Begegnung und urbane Interaktion ermöglichen?

In der Ausstellung und angegliederten Diskursplattform „shared spaces in change“ vom 18. November 2021 bis 30. Januar 2022 wollen wir aus den einschneidenden sozialen Erfahrungen der Pandemie aussagekräftige Ansätze für ein zukünftiges Neudenken von Öffentlichkeit aufzeigen und die Potenziale des öffentlichen, physischen wie digitalen Raumes sichtbar machen und zur Diskussion stellen. Die Coronapandemie wirkt wie ein Brennglas auf die Schwachstellen unserer Systeme. Viele Ansätze zur Neubetrachtung des öffentlichen Raumes waren schon vor der Pandemie vorhanden, wurden und werden aber durch die Krise pointierter sichtbar und dringlicher denn je. Neue Öffentlichkeiten ergeben neue Anforderungen an öffentliche Räume und die soziale Interaktion. Wie veränderbar und anpassungsfähig ist der öffentliche (Innen- und Aussen-) Raum und wie denken wir in diesem Zusammenhang über Stadtstrukturen, Sicherheit, Quartierarbeit, solidarische Alltagsaufmerksamkeit, Aneigenbarkeit der Räume durch Kinder und Jugendliche oder anderer gesellschaftlicher Gruppen, Umgestaltung und Umnutzung von Strassenräumen, Digitalisierung, Vernetzung und Distanzen urbaner Funktionen nach? Wie können wir den vorhandenen öffentlichen Raum, die gewachsenen Strukturen befragen, anders denken, um sie vielfältiger nutz- und erkundbar, wundersamer und freudvoller zu machen und gleichzeitig die urbane Qualität nicht zu vermindern.

Die Ausstellung ist von der Gestalt vielfältig und multimedial, von der Methode co-kreativ und experimentell angelegt, sie formt sich durch die ausgewählten Beiträge und reflektiert damit das eigene Design und den Prozess der Ausstellung an ihrem Ort, dem Kornhausforum, der selbst ein gemeinschaftlicher/öffentlicher Raum im Wandel ist.

Open Call
Zur Beteiligung an der interdisziplinären Ausstellung wurde ein nationaler Open Call publiziert, um möglichst viele und unterschiedliche Ansätze und Experimente in die Ausstellung nach Bern zu holen. Der Open Call ist auf grosses Interesse gestossen und so konnte die Jury 215 hochqualitative Bewerbungen bearbeiten und final 35 Projekte in die Ausstellung im Aussen- und Innenraum auswählen. An dieser grossen Resonanz zeigt sich schon jetzt, wie wichtig und dringlich dieses Thema ist.

Ausstellung vom 19. November 2021 – 30. Januar 2022 im Kornhausforum sowie im öffentlichen Stadtraum in Bern.
Vernissage 18. 11. 2021, 18.30 Uhr

Ausstellungsteilnehmende:
- Nino Baumgartner
- Antonella Barone & Tanja Breu; baronebreu
- Berner Fachhochschule Departement Architektur, Holz und Bau Prof. Charles O. Job, Prof. Dr. Katrin Künzi Hummel
- Jürgen Buchinger und Gabriel Meisel
- Magdalena Nadolska und Regula Bühler; Sapperlotta
- Sarah Burger
- Luca Capt; Kolabor Architekten
- Claudia Christen und Andreas Seiler
- Daniel Rihs
- AG Kunst & Bau Wohnbaugenossenschaft Warmbächli
- Alexander Egger, Adrian Dürrwang und Tasha Del Percio
- Samuel Geiser, Alexander Egger
- Livio Martina, Laura Erismann, Pit Ackermann
- Freiluft Architekten
- Jürg Grunder, Arunava Dasgupta, Gionatan Vignola; Architekten
- Nicole Hametner
- Annalisa Hartmann
- Hotel Regina
- Mona Neubauer und Alex Bradley; Hyphen
- Charles O. Job
- kleinsinn Zürich
- Lukas Kobel und Oliver Hofer
- Judith Blum, Dinah Brütsch, Janine Durrer, Simone Durrer, Tamara Eiermann, Caroline Rey; Kollektiv 5uf2
- Chiara Oelrich, Elena Lesniak Zentrum für Diskussion
- Franziska Oswald, Ueli Marbach und Benedikt Loderer
- Tobias Baitsch, Florian Berner, Johannes Hänggi, Silvio Koch, Henriette Lutz, Joana Teixeira Pinho, Lâra Wiederkehr; KITTIK
- Künstlerinnenkollektiv Marsie
- Karen Amanda Moser
- Navid Tschopp
- Christine Feuerstein, Margit Hugentobler; Bürgi Schärer Architekten
- Astrid Schwarz und Dominik Lengyel
- Veli & Amos
- Mirkan Deniz, Etienne Wismer
- Berhanu Ashagrie Deribew, Raimi Gbadamosi, Marie-Louise Nigg, Georges Pfründer, Brook Teklehaimanot Haileselassie, Dominic Zimmermann
- Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen, Institut Urban Landscape; Prof. Dr. Stefan Kurath, Prof. Dr. Philippe Koch, Simon Mühlebach

Gesamtkuration: Nicolas Kerksieck, Leiter Kornhausforum Bern
Kuratorische Mitarbeit: Caroline von Gunten
Fachspezialistin KiöR Bern: Annina Zimmermann
Kuratorium Diskursplattform: Prof. Dr. Rahel Mader, Stanislas Zimmermann, Lâra Wiederkehr
Administration:
Marina Roth


Links zum Thema:
» Radio Rabe Interview mit Nicolas Kerksieck
» Wie verändert Corona die Stadt?
» Lebensqualität in Siedlungen, Hypotheses
» Figurationen von Öffentlichkeit, Triest Verlag
» Wohnen nach Corona, Zukunftsinstitut
» Zukunftsfähige Städte, CSC-Blog
» Parklets, Luzerner Zeitung
» Pop-up-Parks, Stadt Luzern
» Don't close Parks, The Atlantic
» A new urban utopia? Fast Company
» Pandemie, dérive
» Stadt der Zukunft, SRF
» Zukunft der Begegnung, GDI
» Öffentliche Räume, Heinrich Böll Stiftung
» Dinge in der Krise, Swiss Design Association
» Competitionline.com Corona forciert den Mobilitätswandel 1