Strassen- und Bahnhofskinder, Kinder und Jugendliche in Heimen und Psychiatrien, Kadetten und Schülerinnen des Konservatoriums: Der 1950 in Hamburg geborene Fotograf Peter Dammann hat ihnen ein Gesicht gegeben und ihre Geschichten erzählt. Es sind Geschichten von der anderen Seite des Glücks, sie erzählen vom täglichen Überlebenskampf von Jugendlichen, die um ihre Kindheit betrogen wurden.

Die bewegenden, zumeist schwarz-weissen Sozialreportagen der Ausstellung entstanden in den 1990er-Jahren in St. Petersburg. Sie wurden zum Teil in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen oder Institutionen realisiert und regelmässig in Zeitungen, Zeitschriften und Büchern publiziert. Nach der Heirat mit der Filmemacherin Gabriele Schärer wurde Bern zu Peter Dammanns zweitem Wohnsitz. Von 2000-2004 war er Mitglied der Agentur Lookat Photos in Zürich, ab 2011 Dozent für fotografische Bildgestaltung an der Schule für Gestaltung Bern. Peter Dammann starb 2015. Zur Ausstellung erscheint im Dölling und Galitz Verlag der Bild- und Textband «Das weisse Pferd – Peter Dammann – Fotografien».

Vernissage: Einführung von Bernhard Giger, Leiter Kornhausforum Bern; danach Gespräch mit Gabriele Schärer über die Arbeit von Peter Dammann

Podium: Peter Dammann und der Bildjournalismus heute. Der Fotograf Reto Camenisch und Kornhausforum-Leiter Bernhard Giger im Gespräch.

Bild: Peter Dammann an der Arbeit in St. Petersburg, 1990er Jahre