Im November 2018 jährt sich die grösste Massenstreikbewegung der bisherigen Geschichte der Schweiz zum 100. Mal. Die Woche vom 7. bis 14. November 1918 gilt als die schwerste innenpolitische Krise seit der Gründung des Bundesstaats von 1848. 250’000 Arbeiterinnen und Arbeiter folgten dem Streikaufruf des Oltener Aktionskomitees. Dieses forderte u. a. den Achtstundentag und das Proporzwahlrecht, das Frauenwahlrecht und eine Alters- und Invalidenversicherung. Der Streik wurde abgebrochen, ohne dass die Forderungen erfüllt worden wären. Dennoch markiert er die entscheidende Weichenstellung, denn in seiner Folge kam es zu Fortschritten bei den Arbeitsbedingungen, in der Sozialpolitik und der politischen Partizipation.

Die in Zusammenarbeit zwischen dem Kornhausforum Bern und dem Gewerkschaftsbund Stadt Bern und Umgebung realisierte Ausstellung fokussiert auf die Ereignisse in Bern. In Bild und Text geht sie ein auf Alltag und politische Stimmung in den Jahren des Ersten Weltkriegs und dokumentiert die Tage des Streiks.

Vernissage

Mittwoch, 7. November 2018, 19:00 Uhr, Galerie 2. Obergeschoss

Rahmenveranstaltung

Mittwoch, 14. November 2018, 19:00 Uhr, Stadtsaal

100 Jahre Landesstreik – 100 Jahre Sozialpartnerschaft?

Was lernen wir aus der Vergangenheit?

Begrüssung: Beatrice Stucki, Präsidentin Gewerkschaftsbund Stadt Bern und Umgebung;

Einführende Worte von Stadtpräsident Alec von Graffenried;

Historischer Abriss von Adrian Zimmermann, Historiker;

Podium mit Corrado Pardini, Nationalrat SP, Präsident Gewerkschaftsbund des Kantons Bern, und Uwe E. Jocham, Präsident Berner Arbeitgeber, Direktionspräsident Insel-Gruppe; Moderation: Bernhard Giger;

Schlusswort: Claude Thomann, Geschäftsführer Berner Arbeitgeber

Umtrunk im Anschluss

Bild: Soldaten des Ordnungsdienstes auf dem Kornhausplatz, November 1918