19.1.–27.2. 2016

Schweizer Juden
150 Jahre Gleichberechtigung

Ausstellung

Galerie, 2. Obergeschoss

Über Jahrhunderte wurden die Juden in der Schweiz verfolgt, vertrieben oder ausgegrenzt. Erst vor 150 Jahren kam mit einer Volksabstimmung auch hierzulande die Emanzipation zustande. Mit der Gewährung der Niederlassungsfreiheit wurden die Schweizer Juden am 14. Januar 1866 den übrigen Schweizer Bürgern gleichgestellt. Seither haben sie die Entwicklung dieses Landes massgebend mitgeprägt, sei es in Politik, Wirtschaft oder Kultur. 

Die Ausstellung im Kornhausforum Bern widmet sich der Vielfalt des Schweizer Judentums nach 150 Jahren Gleichberechtigung. Heute leben rund 18'000 Jüdinnen und Juden in der Schweiz. Der in Erlach lebende Alexander Jaquemet hat 15 von ihnen fotografiert. Seine Portraits zeigen jüngere und ältere Menschen, bekannte wie unbekannte, aus verschiedenen Landesteilen und unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten. Die Abgebildeten posierten an Orten, die sie selber ausgesucht haben, und die zusammen mit ihren ganz persönlichen Erzählungen das jüdische Selbstverständnis in der Schweiz widerspiegeln. 

Bilder: Alexander Jaquemet