15.12.–4.2. 2017

Quickgold
Die Goldgräber
von Madre de Dios

Ausstellung

Die Erde, die Mutter Gottes, ist mit Gold übersät, zumindest in Madre de Dios, einer abgelegenen Dschungelregion im Süden Perus. Mit Schaufeln graben Goldschürfer das gelbe Metall aus dem Sand. Improvisierte Maschinen, Bagger und Lastwagen kommen in teilmechanisierten Minen zum Einsatz. Doch der Reichtum ist "schlecht vergeben", wie dies der Name der Provinzhauptstadt impliziert: Puerto Maldonado.

Die Ausstellung "Quickgold" befasst sich mit den Bergleuten der Goldminen von Madre de Dios. Sie bauen das Edelmaterial ab, um zu überleben - und weil auf den Märkten in China und Indien, aber auch in Europa und den USA grosse Nachfrage danach besteht. Der Schweiz kommt im internationalen Goldhandel eine besondere Rolle zu: Gemäss Schätzungen fliessen rund 50 Prozent des weltweit produzierten Goldes durch in der Schweiz ansässige Raffinerien - auch Gold, das von Kinderhänden unter menschenverachtenden Umständen geschürft wurde. Doch wer möchte schon blutverschmierten Schmuck an den Händen tragen? Es liegt an uns, nach der Herkunft solcher Gegenstände zu fragen.

Der Schweizer Soziologe Nils Krauer und der russische Fotograf Andrey Gordasevich haben die Goldgräber mehrere Monate in ihrem Alltag begleitet. 

www.quickgold.ru