Der 1978 geborene Fotograf Alexander Jaquemet lebt seit der Kindheit in Erlach, etwas ausserhalb in einer alten Ziegelei. Er ist mit dem Raben aufgewachsen, er lebt seit je mit ihm, hat ihn aber lange Zeit nicht besonders wahrgenommen. „Weil man ihn ständig sieht, sieht man ihn nicht mehr“, schrieb Jaquemet. Doch dann, auf einmal, begann er genauer hinzuschauen und das Rabenland zu erkunden – das Grosse Moos, das einstige Sumpfgebiet, das in einer gut 100 Jahre dauernden Transformation zum fruchtbaren Ackerland wurde. Sechs Jahre lang folgte Jaquemet im Winter den Spuren des Raben, er beobachtete ihn und er begann die Welt mit seinen Augen zu sehen. So wurde die Entdeckung des Rabenlands zugleich zur Erkundung des eigenen, näheren Lebensraums.
2009 wurde eine erste Serie zum Thema „Rabenland“ mit einem Anerkennungspreis des Kantons Bern ausgezeichnet. In der von ihm konzipierten Ausstellung im Kornhausforum zeigt Alexander Jaquemet die Arbeit erstmals in einem grösseren Rahmen. Zur Ausstellung erscheint im Benteli Verlag unter dem gleichen Titel ein Bildband.
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